Montag, 23. Februar 2015

Fernseher als Spion

Neue Zürcher Zeitung vom 13.02.2015, Seite 2
http://www.lisaneun.com/l9log/archives/fernseher.gifQuelle http://www.lisaneun.com/


Der Spion im Wohnzimmer
Marie-Astrid Langer ⋅ Spätestens seit den Enthüllungen zu den Abhörpraktiken des amerikanischen Nachrichtendienstes NSA und seines britischen Pendants GCHQ häufen sich Vergleiche mit «1984», dem Bestseller von George Orwell. Die Parallelen zwischen dem Überwachungsstaat, den der Autor 1949 in seinem Roman skizzierte, und der heutigen Realität sind in vielen Bereichen verblüffend. Nun hat sich eine weitere Vision Orwells als realistisch erwiesen: Die Überwachung der Menschen durch ihre Fernseher.
Die südkoreanische Firma Samsung warnt ihre Kunden dieser Tage vor den Funktionen ihrer Smart-TV-Geräte. Diese Hightech-Fernseher verfügen unter anderem über eine Sprachsteuerungs-Funktion. Statt via Fernbedienung umzuschalten, kann man dem Gerät beispielsweise seinen Lieblingssender zurufen. Technisch gesehen funktioniert die Sprachsteuerung beim Smart TV wie beim Smartphone: Das Gerät zeichnet die Audiodaten auf, überträgt sie via Internet zu den Servern des Herstellers oder eines Drittanbieters, welche wiederum den Befehl auswerten und an das Gerät zurücksenden.
Samsung rät nun seinen Kunden, vertrauliche Belange nicht vor dem Fernseher zu diskutieren. Denn ist die Sprachsteuerungs-Funktion aktiviert, hört der TV sämtliche Gespräche mit – schliesslich muss er ja etwaige an ihn gerichtete Befehle aufschnappen. «Sollten ihre gesprochenen Worte persönliche Informationen enthalten, seien Sie sich bitte bewusst, dass auch diese Informationen Teil der aufgezeichneten Daten sind, die an Dritte weitergeleitet werden»,heisst es in den Datenschutzrichtlinien der Firma. Samsung nehme die Privatsphäre der Kunden «sehr ernst» und weise daher explizit auf diese Datenauswertung hin. Die Gesprächsdaten würden aber nicht aufgezeichnet oder weiterverkauft.
Sollten Kunden mit der Weitergabe der Daten nicht einverstanden sein, könnten sie die Funktion am Gerät ja deaktivieren, rät Samsung. Dann stellt sich allerdings die Frage, welchen Nutzen der Smart TV tatsächlich noch bringt.
Gesendet aus der Android-Tablet-App der «Neuen Zürcher Zeitung»: http://play.google.com/store/apps/details?id=ch.nzz.epaper

Dienstag, 3. Februar 2015

TTIP - Transatlantisches Freihandelsabkommen

Vor längerer Zeit bereits davon gehört und in Vergessenheit geraten?

Und gestern wurde nach einiger Zeit der öffentlichen Stille wieder einmal TTIP in den Nachrichten erwähnt. Gleichzeitig hat  https://www.campact.de folgendes Video-Mail versandt



mit Link zur Campagne. Sie ruft mit folgendem Wortlaut zur Unterschrift auf

"Wir fordern die Institutionen der Europäischen Union und ihre Mitgliedsstaaten dazu auf, die Verhandlungen mit den USA über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zu stoppen, sowie das Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) mit Kanada nicht zu ratifizieren.

Wichtigste Ziele:
Wir wollen TTIP und CETA verhindern, da sie diverse kritische Punkte wie Investor-Staat-Schiedsverfahren und Regelungen zur regulatorischen Kooperation enthalten, die Demokratie und Rechtsstaat aushöhlen. Wir wollen verhindern, dass in intransparenten Verhandlungen Arbeits-, Sozial-, Umwelt-, Datenschutz und Verbraucherschutzstandards gesenkt sowie öffentliche Dienstleistungen (z. B. Wasserversorgung) und Kulturgüter dereguliert werden.

Die selbstorganisierte EBI unterstützt eine alternative Handels- und Investitionspolitik der EU."


Was ist von all dem zu halten?
Was bedeutet "wissenschaftsbasierte Risikobewertung vs. Vorsorgeprinzip"?

Bei der schnellen Suche nach mehr Infos diesen Beitrag 

und weitere Links - ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit - entdeckt:

Gutachten
  • Rechtsgutachten zur Zulässigkeit einer gegen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) und CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) gerichteten Europäischen Bürgerinitiative

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