Das Geld zerlegt den Tausch in zwei Teile: Die eine Hälfte ist der Verkauf des eigenen Erzeugnisses gegen Geld, die zweite der Kauf eines fremden Erzeugnisses gegen Hingabe dieses Geldes. Nur wenn beide Teile, sowohl Verkauf als auch Kauf erfüllt sind, ist der Tausch vollendet, nur dann ist der "vollkommene Tausch" verwirklicht. Die Aufspaltung des Tausches durch das Geld ermöglicht es nun, dass Angebot und Nachfrage sich nicht mehr immer decken müssen. … Es ist vielmehr jetzt möglich, dass beide auseinanderklaffen. Dieser Fall muss ganz zwangsläufig dann eintreten, wenn manche Teilnehmer am Tauschverkehr wohl ihr eigenes Erzeugnis verkaufen, ohne indes für den erzielten Gelderlös in angemessener Frist ein fremdes Erzeugnis einzukaufen. Durch ein solches Verhalten der Tauschteilnehmer wird der "vollkommene Tausch" verhindert, es entsteht eine Tauschstörung und damit ungewollte Arbeitslosigkeit, Wirtschaftskrise. … Unerheblich für den "vollkommenen Tausch" bleibt es, dass der Verkäufer mit dem empfangenen Geld selbst Nachfrage nach fremden Waren hält. Es genügt, wenn er das Geld auf dem Kreditweg (z. B. über eine Bank) einem Dritten zum Ankauf von Gütern zur Verfügung stellt. Entscheidend ist nicht, wer kauft, sondern dass gekauft wird. … Allgemeine Geldhortung (in bar oder auf Giro-Konten) in diesem Sinne muss daher notwendig zu einem Auseinanderklaffen von Gesamtangebot und Gesamtnachfrage und damit zu ungewollter Arbeitslosigkeit führen. … Wie ist dieses Auseinanderklaffen zu vermeiden? Wie schaffen wir eine Wirtschaft des "vollkommenen Tausches", die keine ungewollte Arbeitslosigkeit kennt? … Es ist nur erforderlich, dem Geld seine heutige Hortbarkeit zu nehmen, d. h. das Geldstreikmonopol zu brechen. Ein solches nicht hortbares Geld erfüllt die erste Forderung, die man an ein ideales Geld stellen muss: Es läuft um! Läuft es aber um, dann kommt es zu allen Arbeitswilligen. Die Gesamtnachfrage wird durch ein unhortbares Geld … dauernd dem Gesamtangebot angepasst, mit dem Ziel einer Vollbetriebswirtschaft. … Die Beseitigung des Geldstreikmonopols ist die erste Voraussetzung, um die Marktwirtschaft aus ihrem heutigen halbmonopolistischen Zustand zu befreien und in erstaunlicher Weise zu wandeln, ihr soziale Züge aufzuprägen und sie in eine echte Soziale Marktwirtschaft hinüberzuführen.
Die freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft ist einfach. Wer aber noch religiös ist, wird den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation bis zum Jüngsten Tag nicht verstehen:
Ungewollte Arbeitslosigkeit
AntwortenLöschenDas Geld zerlegt den Tausch in zwei Teile: Die eine Hälfte ist der Verkauf des eigenen Erzeugnisses gegen Geld, die zweite der Kauf eines fremden Erzeugnisses gegen Hingabe dieses Geldes. Nur wenn beide Teile, sowohl Verkauf als auch Kauf erfüllt sind, ist der Tausch vollendet, nur dann ist der "vollkommene Tausch" verwirklicht. Die Aufspaltung des Tausches durch das Geld ermöglicht es nun, dass Angebot und Nachfrage sich nicht mehr immer decken müssen. … Es ist vielmehr jetzt möglich, dass beide auseinanderklaffen. Dieser Fall muss ganz zwangsläufig dann eintreten, wenn manche Teilnehmer am Tauschverkehr wohl ihr eigenes Erzeugnis verkaufen, ohne indes für den erzielten Gelderlös in angemessener Frist ein fremdes Erzeugnis einzukaufen. Durch ein solches Verhalten der Tauschteilnehmer wird der "vollkommene Tausch" verhindert, es entsteht eine Tauschstörung und damit ungewollte Arbeitslosigkeit, Wirtschaftskrise. … Unerheblich für den "vollkommenen Tausch" bleibt es, dass der Verkäufer mit dem empfangenen Geld selbst Nachfrage nach fremden Waren hält. Es genügt, wenn er das Geld auf dem Kreditweg (z. B. über eine Bank) einem Dritten zum Ankauf von Gütern zur Verfügung stellt. Entscheidend ist nicht, wer kauft, sondern dass gekauft wird. … Allgemeine Geldhortung (in bar oder auf Giro-Konten) in diesem Sinne muss daher notwendig zu einem Auseinanderklaffen von Gesamtangebot und Gesamtnachfrage und damit zu ungewollter Arbeitslosigkeit führen.
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Wie ist dieses Auseinanderklaffen zu vermeiden? Wie schaffen wir eine Wirtschaft des "vollkommenen Tausches", die keine ungewollte Arbeitslosigkeit kennt?
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Es ist nur erforderlich, dem Geld seine heutige Hortbarkeit zu nehmen, d. h. das Geldstreikmonopol zu brechen. Ein solches nicht hortbares Geld erfüllt die erste Forderung, die man an ein ideales Geld stellen muss: Es läuft um! Läuft es aber um, dann kommt es zu allen Arbeitswilligen. Die Gesamtnachfrage wird durch ein unhortbares Geld … dauernd dem Gesamtangebot angepasst, mit dem Ziel einer Vollbetriebswirtschaft. … Die Beseitigung des Geldstreikmonopols ist die erste Voraussetzung, um die Marktwirtschaft aus ihrem heutigen halbmonopolistischen Zustand zu befreien und in erstaunlicher Weise zu wandeln, ihr soziale Züge aufzuprägen und sie in eine echte Soziale Marktwirtschaft hinüberzuführen.
Marktgerechtigkeit
Die freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft ist einfach. Wer aber noch religiös ist, wird den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation bis zum Jüngsten Tag nicht verstehen:
Glaube Aberglaube Unglaube
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